Jeder zehnte Euro hängt am Holz
Der Wald wird oft zuerst als Naturraum gesehen. Als Ort der Erholung. Als Lebensraum. Als Schutzschild vor Naturgefahren. Das alles ist richtig. Aber der Wald ist auch ein enormer Wirtschaftsraum.
Die Woche des Waldes 2026 stellt genau diesen Zusammenhang in den Mittelpunkt. Ihr Motto lautet: Wald und Wirtschaft. Und eine Zahl zeigt besonders eindrucksvoll, was das bedeutet:
Jeder zehnte in Österreich erwirtschaftete Euro hängt unmittelbar oder mittelbar am Rohstoff Holz.
Hinter dieser Zahl steht nicht nur die klassische Forstwirtschaft. Es geht um ein weit verzweigtes Wertschöpfungsnetzwerk: Waldbewirtschaftung, Holzernte, Sägewerke, Holzbau, Tischlereien, Papier- und Plattenindustrie, Transport, Planung, Handel, Energie und viele weitere Bereiche.
Österreichweit erwirtschaftet dieses Netzwerk 43,1 Milliarden Euro Wertschöpfung pro Jahr. Das entspricht rund 10 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes. Zudem sind fast 444.000 Arbeitsplätze entlang der Wertschöpfungskette Forst und Holz gesichert. (BM für Landwirtschaft und Umwelt)
Auch in Tirol ist diese Bedeutung unmittelbar spürbar. Der Tiroler Wald prägt nicht nur Landschaft und Schutz vor Naturgefahren. Er schafft Einkommen, Arbeit und regionale Wertschöpfung. Laut Land Tirol arbeiten mehr als 33.000 Beschäftigte in Forstbetrieben, Holzindustrie, Sägewerken, Zimmereien, Tischlereien und verwandten Branchen. (Land Tirol)

Gerade im Bergland ist das besonders wichtig. Holz ist ein regionaler Rohstoff. Es wächst nach. Es wird vor Ort gepflegt, geerntet, verarbeitet und verbaut. Damit bleibt ein großer Teil der Wertschöpfung in den Regionen. Gleichzeitig braucht diese Wertschöpfung aktive Waldbewirtschaftung: stabile Wälder, Pflege, Verjüngung, klimafitte Baumarten und Menschen, die Verantwortung übernehmen.

